Das kleinste qr-code der welt: eine revolution im datenspeicherung

Die University of Technology in Wien hat einen neuen Rekord im Bereich der miniaturisierten Datenverwahrung aufgestellt. Wissenschaftler haben gemeinsam mit der Firma Cerabyte ein QR-Code entwickelt, der nur 1,98 Mikrometer² groß ist – kleiner als ein Bakterium und nicht sichtbar für ein optisches Mikroskop. Jeder Pixel dieses Codes misst 49 Nanometer.

Zukunft im stein – die inspiration der alten ägypter

Zukunft im stein – die inspiration der alten ägypter

Die moderne Gesellschaft produziert mehr Daten als je zuvor in der Geschichte der Menschheit. Dennoch speichern wir diese Informationen in diskreten Geräten wie Festplatten, SSDs, Magnett-Bändern und anderen elektrischen oder magnetischen Systemen, die nur wenige Jahre halten.

Die Antike Ägypter haben jedoch ihre Inschriften seit Jahrtausenden auf Stein erhalten – und sie lesen noch heute. Die Idee, Daten in härtem Material zu speichern, hat die Vienner Forscher inspiriert.

Partner der Uni sind die Firmen Cerabyte und die NASA. Gemeinsam haben sie ein keramisches Material entwickelt, das über Jahrhunderte stabil bleibt.

Das Keramik-Storage-System kann bis zu 2 Terabyte an Daten speichern – auf einer Fläche, die nur etwas größer ist als ein Blatt Papier. Ein weiterer Vorteil: Es benötigt keine Stromversorgung, da die Informationen direkt in die Keramik eingeschrieben sind.

„Mit den keramischen Datenspeichern folgen wir dem Ansatz alter Kulturen, bei denen die Inschriften noch heute lesbar sind“, erklärt Alexander Kirnbauer, einer der Forscher am Projekt beteiligt. „Wir schreiben die Informationen in stabilen, inerten Materialien, die den Zeittest standhalten und für zukünftige Generationen vollständig zugänglich bleiben.“

Der neue Rekord-QR-Code hat sogar den Guinness-Buch der Rekorde erreicht und ist 37 Prozent kleiner als sein Vorgänger. Nun streben die Wissenschaftler danach, weitere Materialien zu verwenden, die Schreibgeschwindigkeit zu erhöhen und skalierbare Fertigungsverfahren zu entwickeln, damit das Keramik-Storage-System nicht nur in Labors, sondern auch in industriellen Anwendungen eingesetzt werden kann.