Millionen betroffene warten: rückforderungen bei renten – staat zahlt weiter aus
Nach jahrelangen Rechtsstreitigkeiten und bürokratischen Hürden erhalten viele Rentner endlich eine Chance auf eine finanzielle Entlastung. Doch für rund 772.325 Betroffene in Spanien ist das Warten auf die Rückzahlung des zu viel gezahlten Einkommensteuer (IRPF) noch lange nicht vorbei.
Hacienda verspricht auszahlung: doch viele betroffene warten noch
Seit Jahren kämpfen Rentner
, die vor 1979 in spanischen Arbeitslosenversicherungen versichert waren, um eine Rückerstattung der Einkommensteuer, die aufgrund einer falschen Besteuerung ihrer Renten gezahlt wurde. Eine Entscheidung des Obersten Gerichtshofs im Jahr 2023 hatte das Recht der Betroffenen auf eine Rückforderung des zu viel gezahlten IRPF bestätigt. Die Summen können pro Person bis zu 4.000 Euro betragen. Die Regierung hatte versprochen, die Rückzahlungen bis 2025 zu leisten – ein Versprechen, das bisher nicht vollständig erfüllt wurde.Die Zahlen sind alarmierend: Obwohl die Steuerbehörde 2.317.055 Anträge bearbeitet hat, wurden bisher nur 1.544.730 Auszahlungen getätigt. 90.717 Fälle warten noch auf Bearbeitung. Warum dauert es so lange? Eine der Hauptursachen ist der komplizierte administrative Prozess, der durch Änderungen der Vorschriften im Jahr 2023 weiter erschwert wurde. Viele Antragsteller mussten ihre Anträge erneut einreichen.
Die Fristen für die Rückforderung der Steuererklärungen der Jahre 2019 bis 2022 sind abgelaufen. Wer seine Ansprüche nicht geltend gemacht hat, hat noch bis zum 2. Februar 2026 Zeit, Anträge für 2020, 2021 und 2022 einzureichen. Für 2021 und 2022 gilt der 2. Februar 2027, für 2022 der 2. Februar 2028. Hacienda hat die Zahlungen mittlerweile aufgenommen, aber aufgrund der Komplexität des Verfahrens erfolgen einige Auszahlungen möglicherweise in Raten. Die Verzögerung wird mit der hohen Anzahl der Anträge und den wiederholten Änderungen der administrativen Verfahren begründet.
Auch Erben der verstorbenen Rentner können die Rückerstattung beantragen. Die Behörden fordern die Referenznummer der Steuererklärung von 2025 oder die Clave Móvil/DNI-e für den Zugriff auf den Status der Anfrage auf der Website der Agencia Tributaria. Wer bisher keine Rückforderung beantragt hat, hat noch die genannten Fristen, um dies zu tun. Die Verzögerung ist nicht nur frustrierend, sondern stellt auch eine erhebliche finanzielle Belastung für viele Rentner dar. Die Hoffnung auf eine baldige Auszahlung schwindet jedoch, da die Behörden mit einer hohen Arbeitsbelastung zu kämpfen haben.
Die Schätzungen von Gewerkschaften und Betroffenenverbänden gehen davon aus, dass noch ein erheblicher Teil der Anspruchsberechtigten, insbesondere Erben, über ihre Rechte nicht informiert sind. Die Zeit drängt, denn die gesetzlichen Fristen nähern sich. Es bleibt abzuwarten, ob die Regierung die Versprechen hält und die Rückzahlungen zeitnah abwickelt.
