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Boris vujcic: bce muss schnell handeln, um inflation zu bremsen

Der kroatische Ökonom Boris Vujcic, der im Juni die Stellvertretung des EZB-Chefs übernehmen wird, hat die Notwendigkeit betont, dass der Europäische Zentralbank die Handlungsmöglichkeiten nutzen muss, um die Inflation zu bremsen. Dies sei notwendig, da die Verhandlungen über den Iran-Konflikt zu einer erheblichen Preissteigerung geführt hätten.

Vujcic fordert schnelle maßnahmen

Vujcic fordert schnelle maßnahmen

Vujcic hat in einem Interview die Ausrichtung auf die Preisstabilität hervorgehoben. Er betont, dass die EZB zwei Optionen habe, um die Inflation zu bekämpfen: Entweder durch kleine, aber kontinuierliche Zinsschritte oder durch eine stärkere Erhöhung später, aber mit einer größeren Stufe.

Der Favorit von Vujcic sei eine frühzeitige, aber graduelle Anhebung der Zinsen. Dadurch könne man die Auswirkungen auf die Wirtschaft besser analysieren und ggf. korrigierende Maßnahmen ergreifen.

Die Wirtschaftsexperten bestätigen diese Sichtweise. Sie warnen vor einer weiteren Preissteigerung und sehen eine Zinserhöhung als unvermeidbar an. Der Präsident der Deutschen Bundesbank, Joachim Nagel, hat sich dieser Position angeschlossen und eine mögliche Erhöhung der Anleihezinsen in der nächsten EZB-Sitzung im Auge behalten.

Die Märkte reagieren auf die Prognosen mit einer stärkeren Erwartung nach Zinsschritten. Der Euribor, der Referenzzins für Kredite in der Euro-Zone, ist auf seinen höchsten Stand seit 2008 gestiegen.