35-Stunden-woche für staatsbedienstete: revolution im öffentlichen dienst!

Die lange erwartete änderung ist da!

Die spanische Regierung hat offiziell den Prozess zur Einführung der 35-Stunden-Woche im öffentlichen Dienst eingeleitet. Diese Maßnahme, die Teil des Rahmenabkommens für eine Verwaltung des 21. Jahrhunderts ist, wird rund 250.000 Beamte betreffen. Die Ankündigung erfolgte Ende Januar an die wichtigsten Gewerkschaften (CCOO, UGT und CSIF), die nun in die Verhandlungen einsteigen.

Verhandlungen und zeitplan

Verhandlungen und zeitplan

Die formalen Schritte beginnen mit Sitzungen der Kommission für Personalangelegenheiten am 10. und 11. Februar, wo die Personalverantwortlichen über die geplante Änderung informiert werden. Anschließend wird der Vorschlag an den Allgemeinen Verhandlungstisch des öffentlichen Sektors weitergeleitet, wo die Details der Umsetzung festgelegt werden. Die Prognose von Gewerkschaften und Verwaltung sieht eine Einführung zwischen Ende Februar und Anfang März 2026 vor.

Weniger arbeitszeit, gleiches gehalt

Weniger arbeitszeit, gleiches gehalt

Die neue arbeitszeit stellt eine Reduzierung von 2,5 Stunden pro Woche gegenüber der aktuellen 37,5-Stunden-Woche dar. Wichtig ist: Es wird keine Gehaltskürzung geben. Das Staatssekretariat für Personalangelegenheiten arbeitet an Richtlinien, um die Arbeitszeiten und -organisation an die Bedürfnisse der einzelnen Einrichtungen anzupassen und gleichzeitig die Vereinbarkeit von Beruf und Familie zu verbessern.

Auch das militär profitiert

Auch das militär profitiert

Die Gewerkschaften begrüßen die Entscheidung als das Ende einer “historischen Diskriminierung”. Während autonome Regionen und Gemeinden bereits zwischen 2018 und 2020 auf die 35-Stunden-Woche umgestiegen waren, hielt der spanische Staat an den 37,5 Stunden fest. Für CCOO und UGT ist dies die Erfüllung einer Verpflichtung, die 2022 unterzeichnet wurde.

Einige beamte bleiben vorerst außen vor

Einige beamte bleiben vorerst außen vor

Ein offener Punkt betrifft die Gefängnisbeamten, etwa 20.000 Beschäftigte, die zwar dem Staat unterstehen, aber aufgrund ihrer Arbeitsbedingungen und der rotierenden Schichten in hochkomplexen und risikobehafteten Umgebungen eine eigene Verhandlungsebene haben. Ihre Situation wird von einer separaten sektorbezogenen Verhandlung abhängen.

Weitere forderungen im rahmenabkommen

Die 35-Stunden-Woche ist nicht der einzige Punkt im Rahmenabkommen. Auf der Agenda stehen weiterhin die Regelung der teilweisen vorzeitigen Altersvorsorge für Beamte, die tatsächliche Umsetzung des Telearbeit-Abkommens von 2021 und die Förderung der internen Beförderung. CSIF warnt, dass die Reduzierung der arbeitszeit “nur der Anfang” sei und die vollständige Umsetzung des Abkommens weitere Verhandlungen in den kommenden Monaten erfordern werde.

Junge arbeitnehmer und das existenzminimum

Eine weitere wichtige Neuerung betrifft junge Menschen über 23 Jahren, die noch bei ihren Eltern wohnen. Sie können nun das Existenzminimum der Sozialversicherung in Anspruch nehmen, ohne ihr Gehalt zu verlieren, da die arbeitszeit von 37,5 auf 35 Stunden reduziert wird. Dies stellt eine bedeutende Verbesserung der sozialen Sicherheit dar.

Rechtliche umsetzung

Die Einführung der 35-Stunden-Woche wird voraussichtlich durch ein Königliches Dekret oder eine ministerielle Anweisung erfolgen, um die direkte Abhängigkeit von den Staatshaushalten zu vermeiden. Dies ermöglicht eine flexiblere Umsetzung und umgeht mögliche parlamentarische Blockaden.