Windows 11: microsoft schaltet heimlich die turbo-taste
Microsoft hat die Leistung
des Datei-Explorers in Windows 11 massiv verbessert – und das kaum jemand bemerkt. Die Optimierung, Teil der optionalen KB5095093-Update, kommt bereits im Juli mit dem nächsten kumulativen Update.
Langsame datei-explorer-performance endlich geschichte?
Gerade in den letzten Monaten gab es Spekulationen: Microsoft wolle den Datei-Explorer durch ein sogenanntes Preloading beschleunigen – also im Hintergrund laufen lassen, um beim Doppelklick blitzschnell zu starten. Viele Nutzer kritisierten diese Strategie jedoch als reine Fassade, die das eigentliche Problem nicht behandelte. Stattdessen hat sich Microsoft für einen radikaleren Ansatz entschieden.
Die Ingenieure haben interne Veränderungen vorgenommen, die es dem Datei-Explorer ermöglichen, direkt beim Start deutlich schneller zu reagieren. Der Fokus liegt dabei vor allem auf den modernen Bereichen der Benutzeroberfläche und der „Start“-Registerkarte – die in älteren Versionen für die größten Verzögerungen sorgten. Die Verbesserungen sind also nicht nur oberflächlich.
Nicht nur der Start ist beschleunigt worden; auch die Adressleiste agiert nun agiler und bietet eine stabilere Nutzererfahrung. Microsoft hat zudem diverse Fehler im Zusammenhang mit der Verarbeitung von Datenträgern behoben. Diese konnten in einigen Fällen dazu führen, dass der Explorer temporär reagierte.
Kleinere Optimierungen betreffen die Dateiverwaltung. Ein Fehler, der beim Umbenennen von Dateien automatisch Text markierte, wurde behoben. Ebenso wurde ein Problem angegangen, das die korrekte Darstellung von Groß- und Kleinschreibung beim Dateinamen nicht immer korrekt wiedergab. Ein Detail, das für viele Nutzer relevant ist.
Für die Zukunft plant Microsoft weitere Verbesserungen, insbesondere im Bereich des Kontextmenüs, das über das Rechtsklickmenü aufgerufen wird. Das Ziel: Alle Optionen – auch solche von Drittanbieter-Apps wie Bild- oder Videobearbeitern – sollen gleichzeitig geladen werden. Nutzer sollen zudem die Möglichkeit erhalten, die angezeigten Optionen individuell anzupassen und so den Kontextmenü zu vereinfachen und die Bedienung zu beschleunigen. Microsoft will also die Kontrolle ganz in die Hände des Nutzers legen.