Whatsapp: eigene cloud für chats – ende der google-abhängigkeit?
Ein Gamechanger für Millionen Nutzer: WhatsApp arbeitet an einer eigenen Cloud-Lösung für Chat-Backups, die die Abhängigkeit von Google Drive oder iCloud adé sagen könnte. Das Versprechen? Mehr Kontrolle über die eigenen Daten und endlich Schluss mit dem ständigen Jonglieren mit Speicherplatz.

Die neue backup-option: crypted und komfortabel
Bisher waren Android-Nutzer an Google Drive gefesselt, was oft zu Platzproblemen und zusätzlichen Kosten führte. Doch damit soll ein Ende sein. WhatsApp plant, eine eigene Backup-Funktion anzubieten, die standardmäßig mit End-to-End-Verschlüsselung ausgestattet ist – ein enormer Schritt für die Datensicherheit. Nutzer sollen dann selbst wählen können, ob sie ihre Chats in der WhatsApp-Cloud oder weiterhin bei externen Anbietern wie Google speichern möchten.
Was besonders hervorsticht: Das neue System setzt auf Passkeys, eine modernere und sicherere alternative zu herkömmlichen Passwörtern. Authentifizierung per Fingerabdruck, Gesichtserkennung oder Geräte-Lock – die Möglichkeiten sind vielfältig. Wer es klassisch bevorzugt, kann natürlich weiterhin Passwörter oder sogar einen 64-stelligen Sicherheitscode nutzen. Aber selbst wer sich für die WhatsApp-Cloud entscheidet, profitiert von der obligatorischen End-to-End-Verschlüsselung, die das Ausspionieren der Backups erheblich erschwert.
2 GB kostenlos, mehr für Abonnenten: Laut Wabetainfo plant WhatsApp, anfänglich rund 2 GB an kostenlosem Speicherplatz für Backups anzubieten. Wer mehr benötigt, kann voraussichtlich ein kostenpflichtiges Abonnement abschließen, das bis zu 50 GB bietet. Details zu den Preisen stehen allerdings noch aus.
Die Einführung wird schrittweise erfolgen, nach und nach werden Testphasen folgen, bevor die Funktion für alle Nutzer verfügbar ist. Ob und wann die neue Backup-Option tatsächlich ausgerollt wird, bleibt vorerst offen. Die Entwicklung schreitet jedoch voran und deutet auf eine signifikante Verbesserung des Datenschutzes und der Benutzerfreundlichkeit hin.
Die Abhängigkeit von Drittanbietern ist ein Schwachpunkt für viele Dienste. Mit der eigenen Cloud-Lösung will WhatsApp diese Schwachstelle beheben und seinen Nutzern die Kontrolle zurückgeben – ein mutiger Schritt, der sich durchaus lohnen könnte. Denn die Daten gehören dem Nutzer, nicht dem Konzern.
