Tech-inflation: preise explodieren – apple, sony und die elektronikbranche im strudel
Die Tech-Welt ist im Teufelskreis der steigenden Preise gefangen. Was vor zehn Jahren noch für vergleichsweise wenig Geld möglich war, kostet heute ein Vermögen. Besonders betroffen sind etablierte Hersteller wie Apple und Sony, doch die Krise zieht auch die kleinen Elektronikfachhändler in den Sog.
Ein blick zurück: die teuren zeiten beginnen
Gerade bei iPhones und PlayStation-Konsolen zeigt sich deutlich, wie sich die Preise in den letzten Jahren entwickelt haben. Während der iPhone 7 im Jahr 2016 für rund 769 Euro erhältlich war, verlangen die Nachfolger – aktuell der iPhone 17 – bereits für 959 Euro für eine Konfiguration mit 256 Gigabyte Speicher. Ein deutlicher Anstieg, der weit über die reine Inflation hinausgeht.
Selbst der Einstiegsimmobilisierer, das iPhone X von 2017, übertraf mit seinem Basismodell von lediglich 64 Gigabyte bereits die 1.000-Euro-Marke. Seitdem ist ein kontinuierlicher Preisanstieg die Regel, nur das günstigere SE-Modell von Apple bietet eine Ausnahme.

190.000 Firmen am limit – die realität hinter den kulissen
Die Situation für die Zulieferer der Branche ist alarmierend. Laut aktuellen Schätzungen drohen rund 190.000 Elektronikunternehmen aufgrund des Mangels an RAM sogar die Insolvenz. „Es ist ein Kampf ums Überleben“, so ein Geschäftsführer einer mittelständischen Firma, der anonym bleiben möchte. Die steigenden Rohstoffpreise, kombiniert mit Lieferengpässen, belasten die Unternehmen enorm.

Warum sinken die preise nicht?
Die Logik des Marktes würde eigentlich eine sinkende Tendenz erwarten, sobald eine Technologie etabliert ist. Doch das Gegenteil ist der Fall. Während Displays die Zugänglichkeit für Verbraucher stark verbessert und die Preise massiv senken konnten – ein 4K-Fernseher, der vor zehn Jahren über 1.000 Euro kostete, ist heute für rund 300 Euro erhältlich – bleiben iPhones und Konsolen teuer. Sony beispielsweise verlangt für die PlayStation 5 Pro über 799 Euro, nachdem die PS4 Pro zu einem Preis von 399 Euro auf den Markt kam. Das hat die Community nicht überzeugt.
Auch der Speicherchipmarkt leidet unter der steigenden Nachfrage durch künstliche Intelligenz. Die Preise sind zwar gesunken, aber immer noch nicht stabil. Die Bereitschaft der Konsumenten, für Premium-Marken zu zahlen, spielt eine entscheidende Rolle. Apple profitiert hier von seiner starken Markenloyalität – und das trotz der steigenden Preise.

Der wettbewerb als triebfeder
Der Wettbewerb zwischen Android-Herstellern und Apple, sowie zwischen Sony und Microsoft (Xbox) verstärkt die Preisspirale zusätzlich. Apple dominiert den Markt, was dem Unternehmen Spielraum für höhere Preise lässt. Die Elektronikbranche befindet sich in einer Phase der Unsicherheit – und die Verbraucher müssen die Konsequenzen tragen.
Die anhaltende Preissteigerung ist somit nicht nur eine Folge der Inflation und der gestiegenen Produktionskosten, sondern auch ein Ausdruck der Marktdynamik und der Entscheidungen der Hersteller. Eine Entwicklung, die die Tech-Community weiterhin beschäftigen wird.
