Siemens treibt ki-industrie voran: aufträge steigen auf rekordniveau

Ein starkes erstes quartal 2026 für siemens

Der deutsche Industrie-Riese Siemens erlebt einen Aufschwung, insbesondere im Bereich der Industrie 4.0. Das Unternehmen profitiert von einer starken Nachfrage nach Automatisierungslösungen und Infrastrukturdiensten, getrieben durch das Wachstum der künstlichen Intelligenz (KI). Die Divisionen Digital Industries und Smart Infrastructures tragen maßgeblich zum Erfolg bei, wobei die Nachfrage nach Rechenzentren und zugehöriger Infrastruktur besonders hoch ist.

Ki als strategischer schwerpunkt

Ki als strategischer schwerpunkt

Siemens hat die künstliche Intelligenz zum „strategischen Dreh- und Angelpunkt“ für das laufende Geschäftsjahr erklärt. Dies spiegelt sich in einer Reihe von Partnerschaften und Innovationen wider, die darauf abzielen, die industrielle Wertschöpfungskette von der Konstruktion bis zur Energieversorgung zu optimieren. Der Aktienkurs von Siemens stieg nach der Veröffentlichung der Ergebnisse um 6,5% in Frankfurt.

Partnerschaften mit nvidia und microsoft

Partnerschaften mit nvidia und microsoft

Zentrale für den Erfolg sind strategische Allianzen. Die Zusammenarbeit mit Nvidia zielt darauf ab, ein industrielles KI-Betriebssystem zu entwickeln und fortschrittliche Simulationsmodelle zu nutzen, darunter sogenannte „autonome digitale Zwillinge“ in 3D, die physikalische Ergebnisse in Echtzeit vorhersagen können. Weiterhin wird die Partnerschaft mit Microsoft ausgebaut, um den Industrial Copilot zu erweitern und neun neue KI-gestützte Softwarelösungen für das produzierende Gewerbe anzubieten.

Rekordauftragslage und umsatzwachstum

Rekordauftragslage und umsatzwachstum

Im ersten Quartal stiegen die Aufträge von Siemens Group um 10% (organisch) auf 21,4 Milliarden Euro, während der Umsatz um 8% auf 19,1 Milliarden Euro anstieg. Obwohl der Nettogewinn um 42% auf 2,2 Milliarden Euro sank (aufgrund des Vorjahreseffekts durch den Verkauf von Innomotics), erreichte die Auftragsbücher ein Rekordhoch von 120 Milliarden Euro. Dies unterstreicht die starke Nachfrage nach den Produkten und Dienstleistungen von Siemens.

Leistungsstarke divisionen: digital industries und smart infrastructure

Die Division Digital Industries verzeichnete ein Auftragswachstum von 13% und ein Umsatzwachstum von 10%, mit einer verbesserten Marge von 17,8%. Die Division Smart Infrastructure, die sich auf Elektifizierung und Rechenzentren konzentriert, steigerte ihre Aufträge um 22% auf ein Rekordhoch von 7,2 Milliarden Euro und verbesserte ihre Marge auf 19%, unterstützt durch große Aufträge in den USA.

Mobility und ausblick

Auch die Division Mobility profitierte von der positiven Entwicklung und verzeichnete ein Auftragswachstum von 10% und ein Umsatzwachstum von 9%. Roland Busch, CEO von Siemens, betonte, dass das Unternehmen gut in seinen Wachstumsmärkten positioniert sei und die KI eine treibende Kraft für das Geschäft sei. Siemens plant, die industrielle KI in Schlüsselbereichen weiter auszubauen und dabei auf starke Partnerschaften zu setzen.

DivisionAuftragswachstumUmsatzwachstumMarge
Digital Industries13%10%17,8%
Smart Infrastructure22%N/A19%
Mobility10%9%N/A