Siemens setzt auf künstliche intelligenz: starker auftakt 2026 treibt wachstum voran
Ein rekordauftrag und ein starkes erstes quartal
Siemens hat einen bemerkenswert erfolgreichen Start ins Geschäftsjahr 2026 hingelegt, angetrieben durch eine starke Nachfrage und strategische Partnerschaften. Der Gesamtauftragseingang stieg im Vergleich zum Vorjahr um 10 % auf 21,4 Milliarden Euro, während der Umsatz um 8 % auf 19,1 Milliarden Euro anstieg. Der Auftragbestand erreichte mit 120 Milliarden Euro einen neuen Höchststand. Trotz eines Rückgangs des Nettogewinns um 42 % im Vergleich zum Vorjahr, der auf den Verkauf der Tochtergesellschaft Innomotics zurückzuführen ist, zeigt Siemens eine robuste finanzielle Leistung und eine klare strategische Ausrichtung.

Intelligente infrastruktur als wachstumstreiber
Besonders das Geschäftsfeld Smart Infrastructures trug zum Erfolg bei, profitiert es doch vom Boom bei Investitionen in Rechenzentren für Server, GPUs und Telekommunikationsnetze. Siemens hat hier die Erwartungen übertroffen und konnte bedeutende Verträge in den USA abschließen. Diese Entwicklung unterstreicht die wachsende Bedeutung von Siemens als Anbieter von Lösungen für die digitale Infrastruktur und die damit verbundenen Anforderungen.

Künstliche intelligenz im fokus
Künstliche Intelligenz (KI) hat sich zum strategischen Schwerpunkt von Siemens entwickelt. Das Unternehmen integriert KI entlang der gesamten Wertschöpfungskette, von der Konstruktion und dem Engineering bis hin zur Produktion und der Energieinfrastruktur. Siemens möchte so seine Wettbewerbsfähigkeit stärken und neue Wachstumsmöglichkeiten erschließen. Diese strategische Ausrichtung spiegelt sich in den jüngsten Partnerschaften und Investitionen wider.
Partnerschaften mit nvidia und microsoft
Die Zusammenarbeit mit Nvidia wird intensiviert, um ein industrielles KI-Betriebssystem zu entwickeln und fortschrittliche Simulationsmodelle zu unterstützen. Insbesondere die Nutzung von 'autonomen digitalen Zwillingen' in 3D zur Vorhersage physikalischer Ergebnisse in Echtzeit wird vorangetrieben. Zudem wird die Partnerschaft mit Microsoft ausgebaut, um den Industrial Copilot zu erweitern und neun neue KI-gestützte Softwarelösungen für die Fertigungsindustrie einzuführen.
Digital industries und mobility im aufwind
Das Geschäftsfeld Digital Industries verzeichnete einen Anstieg der Aufträge um 13 % und der Einnahmen um 10 %, mit einer Verbesserung des Margens auf 17,8 %. Dies wurde durch Software- und Automatisierungslösungen vorangetrieben. Auch das Geschäftsfeld Mobility konnte mit einem Auftragswachstum von 10 % und einem Umsatzanstieg von 9 % positive Ergebnisse erzielen.
Ausblick und strategische positionierung
“Siemens ist in seinen Wachstumsmärkten sehr gut positioniert. Künstliche Intelligenz ist ein starker Wachstumstreiber für unser Geschäft. Wir skalieren die industrielle KI in unseren Schlüsselindustrien gemeinsam mit führenden Partnern”, sagte CEO Roland Busch. Siemens sieht sich gut gerüstet, um von den aktuellen Trends in der Industrie 4.0 zu profitieren und seine Position als führender Technologiekonzern weiter auszubauen. Die Investitionen in KI sollen die Effizienz steigern, Innovationen fördern und neue Geschäftsmodelle ermöglichen.
Zusammenfassung der wichtigsten kennzahlen
| Kennzahl | Wert | Vorjahr |
|---|---|---|
| Auftragseingang (vergleichbar) | 21,4 Mrd. Euro | +10% |
| Umsatz | 19,1 Mrd. Euro | +8% |
| Nettogewinn | 2,2 Mrd. Euro | -42% |
| Auftragbestand | 120 Mrd. Euro | Neuer Höchststand |
