Quitgpt-bewegung: nutzer boykottieren chatgpt wegen politischer einflussnahme
Eine Welle der Empörung rollt über die Tech-Welt: Die „QuitGPT“-Bewegung ruft zu einem massiven Boykott von ChatGPT auf, der KI-basierten Chatbot von Sam Altman. Der Aufschrei der Nutzer verstärkt sich angesichts der zunehmenden politischen Verstrickung der Plattform, insbesondere im Zusammenhang mit der Regierung von Präsident Donald Trump.

Trump-spenden und militärische aufträge befeuern kritik
Die Bewegung richtet sich gegen die finanziellen Verbindungen von OpenAI zu Trumps Wahlkampf und die jüngsten Aufträge des Unternehmens an das US-Verteidigungsministerium. Kritiker sehen darin eine Gefahr für die Privatsphäre und die ethische Entwicklung künstlicher Intelligenz.
Laut Berichten des Super PAC MAGA Inc. haben Greg Brockman, CEO von OpenAI, und seine Frau 25 Millionen Dollar an den Staat gespendet – mehr als im gesamten Jahr 2025 durch Crypto.com. Diese Spenden werden als Teil eines 125 Millionen Dollar schweren Super PAC interpretiert, der sich gegen alle richtet, die eine Regulierung der KI-Entwicklung fordern. Zudem spendete Altman selbst 1 Million Dollar an Trumps Inaugurationsfonds.
Die Kontroverse eskalierte mit der Bekanntgabe eines Verteiditungsauftrags. Altman versicherte zwar, dass der Vertrag Schutzmaßnahmen gegen Überwachung vorsieht, lieferte aber keine konkreten Details. Die Entscheidung stieß auf Kritik, da die Technologie potenziell für die Entwicklung autonomer Waffensysteme missbraucht werden könnte.
Die Kritik hat unmittelbare Folgen. Nutzer ziehen sich massenhaft von ChatGPT ab. So verzeichnete Anthropic, ein Konkurrent, erstmals mehr Downloads als ChatGPT in den USA. Dieser Trend setzte sich weltweit fort, insbesondere in Ländern wie Deutschland, Kanada und der Schweiz, wo Anthropic nun die Führungsposition einnimmt. Mitarbeiter von OpenAI verlassen das Unternehmen zunehmend, beklagen Lügen, Täuschungen und mangelnde Verantwortlichkeit des Managements.
Anthropic hat sich durch die Weigerung, Kompromisse bei der Nutzung seiner Technologie im Hinblick auf militärische Anforderungen einzugehen, einen Ruf für ethische und verantwortungsvolle KI-Entwicklung erarbeitet. Dieser Ruf zieht Nutzer an, die OpenAI nun als unzuverlässig empfinden. Die Entscheidung von Sam Altman, mit dem Pentagon zusammenzuarbeiten, hat einen Riss in der Nutzerbasis hinterlassen, der sich offenbar nicht mehr kitten lässt. Die Entwicklung zeigt, dass der Ruf einer Firma in der heutigen Zeit alles ist.
