Physisches medium erlebt comeback: streaming-dienste verlieren an reiz
Die Streaming-Revolution scheint ins Stocken zu geraten. Während die Abonnementspreise steigen und die Werbeunterbrechungen zunehmen, kehrt das physische Medium überraschend ins Rampenlicht zurück. Die Verkäufe von Ultra HD Blu-rays 4K sind im Aufwind, und ein neuer Player namens Video Storage Age wagt einen kühnen Schachzug: einen verschlüsselten USB-Stick als potenziellen Nachfolger von DVD und Blu-ray.

Der usb-stick als filmträger: eine rückkehr zur kontrolle?
Die Zeiten, in denen Streaming-Dienste noch als unschlagbare Alleskönner galten, scheinen vorbei zu sein. Die anfängliche Euphorie über die vermeintliche Unbegrenztheit digitaler Inhalte ist einer bitteren Realität gewichen: steigende Kosten, lästige Werbung und eine zunehmende Beschränkung der Nutzungsmöglichkeiten. Wer in 4K HDR-Qualität sehen will, muss tief in die Tasche greifen. Das Teilen von Inhalten mit Freunden und Familie ist zur Qual geworden, und die Notwendigkeit, sich bei gleichzeitigen fünf Anbietern anzumelden, um das gewünschte Angebot abzudecken, frustriert viele Nutzer.
In den USA erleben DVD und Blu-ray eine Renaissance, insbesondere bei jüngeren Zuschauern, die sich von der algorithmischen Kontrolle und der Überflutung mit Inhalten satt gesehen haben. Es entstehen sogar wieder Videotheken – ein Zeichen dafür, dass der Wunsch nach einer kuratierten Auswahl und einem haptischen Erlebnis wiederkehrt. Der Blu-ray-Standard feiert in diesem Jahr sein 20-jähriges Bestehen, und erweist sich als überraschend widerstandsfähig.