Panik auf den finanzmärkten: ölpreise und inflationsängste treiben anleihen in die höhe

Die Börsen stürzen sich in eine tiefe Abwärtsphase, während die Ölpreise sich aufgrund des Konflikts um den Iran sprunghaft erhöhen.

Der krieg um den rohstoffmarkt

Der Preis für US-Staatsanleihen mit 30-Jahres-Laufzeit erreichte sein höchstes Niveau seit fast drei Jahren, da die Anleger befürchten, dass die Inflation infolge der steigenden Ölpreise stärker anziehen könnte. In Japan stieg die Rentabilität von 10-Jahres-anleihen um 10 Basispunkte auf Rekordniveaus seit 1996, während die von 30-Jahres-Anleihen um 20 Basispunkte auf neue Höchstwerte anstieg.

Ähnliche Trends zeigten sich auch in einigen Schwellenländern wie Indonesien und Indien.

Die anleger fliehen vor der inflation

Die anleger fliehen vor der inflation

Während die Rentabilitäten von Staatsanleihen im Anstieg blieben, sanken Börsenindizes in verschiedenen Regionen. In Asien fiel der Gesamtindex um 0,7 Prozent, in Europa und den USA erwarten die zukünftigen Börsenkurse weitere Abwärtstendenzen.

Der US-Dollar, der sich als Refugium für Anleger im Zuge des Konflikts im Nahen Osten bewährt hat, stieg zum sechsten Mal in Folge.

Das Ölpreisbarrel Brent erreichte ein neues Hoch von 111 US-Dollar pro Barrel, nachdem die Bemühungen, den strategisch wichtigen Buchten von Ormus freizugeben, erneut versanden blieben.

Die Analysten von Link Gestión warnen, dass die ständigen Auseinandersetzungen im Nahen Osten und die dadurch bedingten Preisschocks für die Weltwirtschaft sehr bedenklich seien.