Mounjaro stürmt an die börse – merck gerät unter druck

Eli Lillys Diabetes-Wirkstoff Mounjaro hat die Pharmabranche im Sturm erobert und übertrifft nun die Verkäufe von Merck’s Krebsmedikament Keytruda. Im ersten Quartal 2026 generierte Mounjaro bereits 8,7 Milliarden Dollar, während Keytruda mit 7,9 Milliarden Dollar geknickt ist. Das ist kein vorübergehender Hype, sondern ein deutlicher Trend.

Tirzepatid – lillys neue königsklasse?

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Die Zahlen für Lilly sind noch rosiger, wenn man die Kombination aus Mounjaro und dem Gewichtsverlust-Medikament Zepbound berücksichtigt. Diese Kombination brachte im vergangenen Jahr 36,5 Milliarden Dollar ein, übertraf Keytrudas 31,6 Milliarden Dollar. Evan Seigerman von BMO Capital Markets sieht das als “King Tirzepatide” – ein vernünftiger Schritt, betont er. Die Wirkstoffe sind nicht nur effektiv, sondern auch relativ kostengünstig, was für Millionen von Patienten mit Adipositas und Diabetes eine enorme Bedeutung hat.

Keytruda revolutionierte 2014 den Krebsbehandlungssektor, indem es die Überlebenschancen von Krebspatienten verlängerte. Allerdings wurde der Preis entsprechend in die Höhe getrieben. Mounjaro und Zepbound hingegen bieten eine erschwinglichere Alternative, auch wenn sie sich auf unterschiedliche Mechanismen stützen. Der Kampf um die Marktführerschaft ist längst eröffnet.

Merck steht vor der Herausforderung, seine Position zu verteidigen. Die Patentabläufe von Keytruda im Jahr 2028 zwingen das Unternehmen, seine Produktpipeline zu diversifizieren. Der Fokus liegt aktuell nicht auf der Bekämpfung der Obesitas, was eine strategische Kehrtwende darstellt. Die Wettbewerbssituation ist heikel, da Generika den Markt bereits beeinträchtigen und die Trump-Administration weiterhin Druck auf die Preise von GLP-1-Medikamenten ausübt.

Lillys Erfolg ist erstaunlich, insbesondere angesichts der Konkurrenz durch Novo Nordisks Ozempic und Wegovy. Die Firma hat sich trotz dieser Herausforderungen stabilisiert und die Verkaufszahlen kontinuierlich gesteigert. Ein interessanter Aspekt ist, dass Lilly bereits vor diesen etablierten Medikamenten auf dem Markt war. Der Wettbewerb ist intensiv, aber Lilly scheint die Strategie richtig eingeschätzt zu haben.