Massive sicherheitslücke: 875 millionen android-geräte gefährdet – und das patches kommen möglicherweise zu spät

Eine schwerwiegende Sicherheitslücke in Chips von MediaTek gefährdet schätzungsweise 875 Millionen Android-Geräte weltweit. Die Schwachstelle ermöglicht es Hackern, Passwörter und sensible Daten – einschließlich Kryptowährungs-Seeds – in kürzester Zeit zu stehlen. Und das, selbst wenn das Gerät ausgeschaltet ist.

Forscher des Ledger Donjon Hacker Lab haben die Sicherheitslücke in mehreren Chipsätzen von MediaTek entdeckt. Das betrifft vor allem Modelle, die in Geräten von Oppo, Realme, Vivo und Xiaomi verbaut sind. Ein Proof-of-Concept wurde bereits am Nothing CMF Phone 1 demonstriert.

Wie funktioniert die attacke?

Wie funktioniert die attacke?

Das Problem liegt in der Art und Weise, wie einige MediaTek-Chips Daten speichern. Unter bestimmten Bedingungen – insbesondere beim Anschließen des Geräts über USB während des Startvorgangs – können Angreifer den Root-Key extrahieren. Dieser Schlüssel ist der Schlüssel zum gesamten System und ermöglicht den Zugriff auf alle verschlüsselten Daten.

Was nadie cuenta ist, dass selbst wenn Ihr Telefon gesperrt ist und biometrische Daten wie Fingerabdrücke oder Gesichtserkennung verwendet, die Sicherheit gefährdet ist. Ein Hacker könnte die Authentifizierung umgehen und sich als legitimer Benutzer ausgeben.

Die gute Nachricht: MediaTek hat die Schwachstelle bereits im Januar behoben. Doch die Realität sieht anders aus: Die Fragmentierung des Android-Ökosystems bedeutet, dass nicht alle Geräte zeitnah mit dem Update versorgt werden.

Die betroffenen MediaTek-Chipsätze umfassen unter anderem die Serien MT6700/MT6800/MT6900 sowie MT8100/MT8600/MT8700. Eine vollständige Liste finden Sie im Artikel. Das March-Update für Android ist der Schlüssel zur Abwehr.

Charles Guillemet, CTO von Ledger, sieht in dieser Sicherheitslücke einen weiteren Beweis dafür, dass Smartphones keine sicheren Tresore für sensible Informationen sein können. „Es zeigt die Herausforderung, Geheimnisse auf nicht-sicheren Geräten zu speichern.“

Wenn Ihr Gerät von einem betroffenen MediaTek-Chipsatz angetrieben wird und Sie keine weiteren Updates erwarten, sollten Sie Kryptowährungen auf diesem Gerät vermeiden – oder, besser gesagt, ein neues Smartphone anschaffen.