Legionäre: 100 jahre tradition – von der schlacht bis zum ehrenritter

1920 begann eine Ära: Am 20. September wurde der erste Legionär vereidigt. Seitdem hat sich die spanische Legión zu einer Speerspitze des Militärs entwickelt, die in Konflikten weltweit eine wichtige Rolle spielt.

Die legión – eine elite mit geschichte

Die Gründung erfolgte durch einen königlichen Erlass von König Alfonso XIII. im Jahr 1920. Ziel war es, die Kämpfer an der Front in der Rif-Kriegsregion zu unterstützen und die hohe Zahl der Opfer zu verringern. Die Legion, ursprünglich als „Tercio de Extranjeros“ bekannt, sollte mit extremer Disziplin und einem ausgeprägten „Geist des Todes“ neue Wege gehen.

Die Legión hat seit ihrer Gründung über 4.000 Einsätze und Missionen absolviert. Der Cristo de la Buena Muerte, auch bekannt als Cristo de Mena, begleitet die Legionäre seit 1928 und erhielt 2000 die offizielle Anerkennung der kirchlichen Autoritäten als Schutzpatron. Der 7. Januar 1921 markiert den ersten Einsatz – und den ersten Tod eines Legionärs, Cabo Baltasar Queija Vega.

Seine letzte Botschaft, in einer gefundenen Nachricht, fasste den Geist des Corps zusammen: „Wenn Gott dich ruft, erbitte mir einen Platz.“ Diese Worte inspirierten die berühmte Marschmelodie „El Novio de la Muerte“, die später von der Cupletista Lola Montes adaptiert wurde. Die Legión ist auch für ihre einzigartige Kultur bekannt. So wird die Einheit der Paracaidisten oft als „Brillantinas“ bezeichnet, eine Anspielung auf ihre gepflegten Uniformen. Während Legionäre sich selbst „Pistolos“ nennen.

Strenge disziplin und unerschütterlicher zusammenhalt

Strenge disziplin und unerschütterlicher zusammenhalt

Der „Legionärs-Kodex“ ist tief in der Tradition verwurzelt und orientiert sich am japanischen Bushido-Kodex. Er betont den unerschütterlichen Zusammenhalt, den Mut, die Ausdauer und die Bereitschaft zum Kampf bis zum Tod. Ein zentraler Aspekt ist der „Geist der Kameradschaft“ – die Pflicht, einen Kameraden niemals im Stich zu lassen. Diese Prinzipien prägen die gesamte Organisation.

Die Legión zeichnet sich auch durch ihre hohe Geschwindigkeit aus. Sie ist die schnellste spanische Militäreinheit und kann bis zu 180 Schritte pro Minute erreichen. Die jährliche Prozession in Málaga, bei der die Legionäre den Cristo de la Buena Muerte ehren, ist ein eindrucksvolles Beispiel für die Verbindung von Tradition und Spiritualität. Der Legión ist nicht nur eine militärische Einheit, sondern auch ein kulturelles Symbol.

Berühmte Namen: Die Legión hat im Laufe der Jahre viele prominente Persönlichkeiten zu ihren Ehrenrittern ernannt, darunter Schauspieler wie Antonio Banderas, die Musikgruppe Hombres G und der Journalist Carlos Herrera. Die berühmte Ziege Golfa, die 2008 heimlich aus Kosovos in die Einheit gebracht wurde, ist heute das bekannteste Maskottchen. Die Legión ist mehr als eine Armeeeinheit; sie verkörpert eine lange Tradition und eine einzigartige Identität.

Die Legión ist die schnellste spanische Militäreinheit. Sie ist die Einheit der spanischen Streitkräfte, die am schnellsten marschiert. Diese Kombination aus historischer Bedeutung, Disziplin und einem unerschütterlichen Zusammenhalt macht die Legión zu einer Ausnahmeerscheinung.

n