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Ki im krieg: us-militär setzt algorithmen ein – mit verheerenden folgen

Die Eskalation des Konflikts im Iran hat eine neue Dimension erreicht: Die USA setzen künstliche Intelligenz verstärkt im Kampf ein. Diese Entwicklung, die sich bereits in der Ukraine mit Drohnen entfaltete, wirft ethische Fragen auf und beschleunigt die Kriegsführung auf beispiellose Weise.

Us-armee setzt ki-gestützte systeme für zielauswahl ein

Us-armee setzt ki-gestützte systeme für zielauswahl ein

Brad Cooper, Leiter des US-Zentralkommandos (CENTCOM), bestätigte, dass KI-Tools den Soldaten bei der Analyse von Geländekarten und der Verarbeitung großer Datenmengen helfen. Laut Cooper ermöglichen diese Systeme es den Kommandeuren, schneller Entscheidungen zu treffen, als es manuell möglich wäre. Die Operation „Epic Fury“, wie Donald Trump sie nannte, hat in nur vier Tagen 4.000 Ziele im Iran und Israel getroffen – mehr als in den ersten sechs Monaten des Krieges in der Ukraine.

Der Einsatz von KI in der Zielauswahl ist umstritten. Internationale Organisationen fordern eine unabhängige Untersuchung des Bombardements einer Schule im Iran, bei dem über 170 Menschen, hauptsächlich Kinder, getötet wurden. Es wird vermutet, dass ein KI-Algorithmus die Zielauswahl maßgeblich beeinflusst hat. Die iranische Rotkreuz-Gesellschaft berichtet von Schäden an fast 20.000 Gebäuden und 77 Gesundheitseinrichtungen.

Olivier Tesquet, ein Analyst, schätzt, dass die KI die Zielauswahl im Vergleich zur Invasion im Irak um das tausendfache beschleunigt hat. Während das Irak-Szenario 2.000 Analysten benötigte, reichen im Iran 100 bis 1.000.

Die USA betonen, dass menschliche Entscheidungen letztendlich getroffen werden. „Aber fortschrittliche KI-Tools können Prozesse, die früher Stunden oder sogar Tage dauerten, in Sekunden umwandeln“, erklärte Cooper. Dennoch wächst die Besorgnis von Menschenrechtsorganisationen über den Einsatz von KI im Krieg. Die Kontroverse spitzt sich zu, nachdem die Firma Anthropic einen Vertrag mit dem Pentagon aufgrund Bedenken hinsichtlich des Einsatzes ihrer Technologie in Konflikten gekündigt hat.

Die Nutzung von KI im militärischen Bereich ist nicht nur ein technologischer Fortschritt, sondern eine tiefgreifende Veränderung der Kriegsführung. Die Geschwindigkeit und Effizienz, die KI bietet, verändern die Dynamik von Konflikten grundlegend. Die Frage ist nicht, ob diese Technologie eingesetzt wird, sondern wie wir mit den ethischen Konsequenzen umgehen.

Die Zahl der zivilen Opfer steigt, während die Algorithmen lernen – ein beunruhigender Trend, der die Grenzen zwischen Kriegsführung und Maschinenausführung verschwimmen lässt.

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