Israel-iran: ölpreise explodieren – märkte zittern vor eskalation
Weltmärkte beendeten den Freitag gemischt, getrieben von einem Rückschlag in Wall Street und einem kräftigen Anstieg der Ölpreise – der höchste Stand seit fast zwei Jahren. Die jüngsten Spannungen zwischen Israel und Iran, ausgelöst durch israelische Luftangriffe auf Ziele in Teheran und Beirut, haben die Finanzmärkte in Atem gehalten.

Guerra im nahen osten treibt ölpreise in neue höhen
Die Unsicherheit über die weitereeskalation des Konflikts führt zu einer verstärkten Besorgnis um die Ölversorgung. Der Preis für Rohöl der Referenz West Texas Intermediate (WTI) stieg um 5,7 Prozent auf über 85 Dollar pro Barrel – ein Niveau, das zuletzt im Jahr 2024 erreicht wurde. Auch Brent-Öl legte um 1,7 Prozent auf 87 Dollar zu. Experten warnen, dass die Preise weiter steigen könnten, wenn der Schifffahrtsweg durch den Oman-Strait für mehrere Wochen blockiert bleibt. Eine solche Blockade könnte die weltweite Wirtschaftsentwicklung erheblich bremsen.
Die jüngsten Ereignisse haben zu heftigen Schwankungen an den Finanzmärkten geführt. Der Dow Jones Industrial Average verlor am Donnerstag fast 800 Punkte, befeuert von der Angst, dass steigende Ölpreise die Inflationsbekämpfung gefährden könnten. Die Angst vor einem längeren Konflikt wirkt sich auch auf die Anleihenpreise aus, wobei die Rendite von 10-jährigen US-Staatsanleihen um vier Basispunkte auf 4,18 Prozent zunahm. Der Dollar legte um 0,2 Prozent zu, während Gold sich knapp unter 5.100 Dollar pro Unze bewegt.
In Europa zeigte sich ein gemischtes Bild. Der britische FTSE 100 konnte um 0,1 Prozent zulegen, während der deutsche DAX um 0,2 Prozent und der französische CAC 40 um den gleichen Betrag fielen. Die Europäische Zentralbank (EZB) beobachtet die Lage genau und könnte angesichts der steigenden Inflationsbedrohung ihre Geldpolitik weiter straffen.
Die Internationale Energieagentur (IEA) hat ihre Beobachtung der regionalen Situation verstärkt und betont die Möglichkeit von Unterbrechungen der Energieversorgung über den Oman-Strait. Sollte der Zugang zu diesem wichtigen Schifffahrtsweg für vier bis fünf Wochen eingeschränkt bleiben, könnten die Ölpreise bis zu 100 bis 120 Dollar pro Barrel erreichen. Eine solche Entwicklung würde die weltweite Wirtschaftsentwicklung erheblich belasten.
Die Märkte reagieren mit einer Mischung aus Angst und Spekulation. Die Frage ist nicht, ob die Unsicherheit weiter bestehen bleibt, sondern wie lange. Eine länger anhaltende eskalation im Nahen Osten könnte die globale Wirtschaft vor eine große Herausforderung stellen.
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