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Faltende falten im faltbild: die hersteller träumen von der perfektion – wir von der akzeptanz

Die Falt-Smartphones-Szene erlebt eine Zäsur. Statt endloser Debatten über den perfekten, kreisungsfreien Bildschirm, erkennen die Top-Hersteller langsam, dass die Nutzer mit einem akzeptablen, leicht sichtbaren Bruch zufrieden sind.

Ein blick auf die realität: die falten sind da – und das ist okay

Ein blick auf die realität: die falten sind da – und das ist okay

Samsung kündigt bereits in wenigen Wochen ein neues Modell der Z Fold-Reihe an, Oppo hat mit dem Find N6 bewiesen, dass die Falttafel-Erfahrung schon jetzt auf hohem Niveau ist. Aber was bringt uns das? Die Hersteller verstricken sich in der Obsession über die ‘perfekte’ Innenfläche, während wir – die Anwender – uns längst mit dem vorhandenen Hautbild arrangiert haben.

Es ist komplex. Wir kaufen das, was auf dem Markt ist, und das ist es. Spekulationen darüber, ob Nutzer einen komplett flachen, kreisungsfreien Faltbildschirm bevorzugen oder mit einem vernünftigen Faltenwurf leben können, sind für den Moment reine Zukunftsforschung. Derzeit existiert schlichtweg kein ‘kreisungsfreies’ Smartphone.

Sogar das Oppo Find N6 liefert keine vollständig glatte Innenfläche – dort ist ein Falten sichtbar, aber deutlich weniger ausgeprägt als bei früheren Modellen. Die Wahrheit liegt wohl irgendwo in der Mitte: Frühere Falt-Smartphones waren in Bezug auf die Faltenbildung und die Haltbarkeit katastrophal. Sie wurden vor allem von zwei Gruppen genutzt: Nutzer, die einen großen Bildschirm für Multitasking benötigten, und diejenigen, die ein teures, auffälliges Gadget präsentieren wollten. Beide Gruppen waren bereit, Kompromisse bei den Geräten selbst einzugehen – das war bei den ersten Generationen einfach unvermeidlich.

Dann kam aber ein Wendepunkt. In den letzten Jahren sind Falt-Smartphones dünner, robuster und leistungsfähiger geworden. Das Oppo Find N5 (der Vorgänger des aktuellen Find N6) bewies im Jahr 2025, dass die Premium-Erfahrung nicht mehr ausschließlich auf typischen Smartphone-Displays zu finden ist. Was jetzt? Wir stehen an einem Scheideweg. Die Hersteller müssen entscheiden, in welche Richtung sie gehen. Sollten wir die Akkukapazität auf 8.000 bis 9.000 mAh erhöhen? Sollten wir Quad-Kamera-Setups in unsere Falt-Smartphones integrieren? Sollten wir uns auf die Displayhelligkeit, die Lautsprecher, die Gaming-Funktionen oder die thermische Abkühlung konzentrieren – oder primär auf die Software?

Viele Hersteller haben sich bisher vor allem auf die Faltenfreiheit konzentriert. Aber es gibt zahlreiche Gerüchte, dass Apple und Samsung ebenfalls an einem ‘vollständig flachen Innenbildschirm’ arbeiten. Das kann jedoch mit Kosten verbunden sein. Jede zusätzliche Funktion, auf die die Hersteller setzen, führt dazu, dass andere Bereiche vernachlässigt werden. So könnte Samsung beispielsweise für drei aufeinanderfolgende Jahre die M14-Displaytechnologie beibehalten, anstatt auf die ältere M13-OLED-Material zu setzen. Vielleicht wird die wirklich kreisungsfreie Falt-Smartphone-Technologie irgendwann Realität sein. Das wäre fantastisch, aber ist das unser größtes Problem mit Falt-Smartphones? Ein solches Gerät wird vermutlich einen unglaublichen Preis haben.

Kurz gesagt: Frühere Falt-Smartphones waren zerbrechlich und mit deutlichen, hässlichen Falten behaftet. 2025-2026 gibt es zwar immer noch Falten, aber diese sind deutlich geringer. Ein kreisungsfreies Falt-Smartphone wird irgendwann in der Zukunft Realität sein, aber zu einem horrenden Preis. Selbst wenn dieses hypothetische kreisungsfreie Smartphone 2027 existiert, würde ich vermuten, dass wir uns einfach mit dem Falt-Smartphone der 2025-2026er-Generation wohlfühlen – seine Falten sind gut genug.