Disney-ära endet: d’amaro übernimmt das steuerpult – igers vermächtnis lebt weiter

Nach 52 Jahren bei der Disney Company tritt Bob Iger als CEO zurück. Josh D’Amaro, bisher Leiter der profitablen Experiences-Division, übernimmt die Führung. Ein Neuanfang für das Medienimperium, doch das Erbe des langjährigen Chefs bleibt bestehen.

Josh d’amaro übernimmt das steuer

Josh d’amaro übernimmt das steuer

Die Ernennung von D’Amaro markiert einen Wendepunkt. Er, ein langjähriger Insider mit über 28 Jahren Erfahrung, steht vor der Mammutaufgabe, Disney in einem zunehmend wettbewerbsintensiven Markt zu navigieren. Die bisherige Strategie, die auf starkem Storytelling und Innovation basiert, soll beibehalten werden. D’Amaro, 55 Jahre alt, hat bereits eine enge Arbeitsbeziehung zu Iger aufgebaut, der bis Ende 2026 als Berater zur Verfügung steht.

Die Nachfolge ist keine Selbstverständlichkeit. Walden, die bisherige Chief Creative Officer, galt ebenfalls als mögliche Kandidatin. Ihre Rolle als Präsidentin und Chief Creative Officer wird nun von D’Amaro übernommen – ein klarer Hinweis auf die Priorisierung der kreativen Kraft.

D’Amaro legte in seiner ersten Ansprache an Investoren den Fokus auf die Kontinuität der erfolgreichen Strategien von Iger. Das bedeutet eine konsequente Investition in hochwertiges Storytelling und technologische Innovation – insbesondere im Bereich der künstlichen Intelligenz. „Disney ist ein Ort der Vorstellungskraft“, betonte er. Die neue Ära wird von der Verbindung menschlicher Kreativität mit modernster Technologie geprägt sein.

Ein zentraler Punkt seines Plans ist die Stärkung von Disney+. Die Plattform soll zum zentralen Knotenpunkt des gesamten Disney-Ökosystems werden – von Streaming-Inhalten über Videospiele bis hin zu Themenparks. Die geplante Zusammenführung von Disney+ und Hulu in den USA bis Ende des Jahres soll die Attraktivität für die Nutzer erhöhen.

Die globale Ausrichtung der Marke wird ebenfalls weiter vorangetrieben. D’Amaro betont die Bedeutung der Koordination aller Geschäftsbereiche, um Synergien zu schaffen und die Reichweite von Inhalten und Erlebnissen zu maximieren. Die zunehmende Fragmentierung des Medienmarktes erfordert eine ganzheitliche Herangehensweise.

Die Zahlen sprechen für sich: Disney verzeichnete in den letzten vier Jahren weltweit über 4 Milliarden US-Dollar an Kinokassenumsätzen. Die Parks und Resorts generierten im Jahr 2025 operative Erträge von rund 10 Milliarden US-Dollar – ein Anstieg von 50 % gegenüber dem Vorkrisenniveau. Igers Abgang erfolgt somit zu einem historischen Höchststand der Unternehmenswerte. Seine Aktienkurs ist seit 2005 siebenfach gestiegen.

Doch die Herausforderungen bleiben groß. Die Konkurrenz durch Streaming-Dienste wie Netflix und die Fusion von Paramount und Skydance stellt Disney vor neue Aufgaben. D’Amaro setzt auf eine Kombination aus bewährten Strategien, fortschrittlicher Technologie und kalkulierten Risiken, um die kulturelle Relevanz der Marke zu erhalten und die Zukunft des Unterhaltungsunternehmens zu gestalten. Es bleibt abzuwarten, ob diese Strategie ausreicht, um die Dominanz zu sichern. Disney hat sich in den letzten Jahrzehnten immer wieder neu erfunden – und diese neue Ära wird zeigen, ob die Verwandlung gelingt.

Die Akquisitionen unter Iger – Pixar (2006), Marvel (2009), Lucasfilm (2012), 21st Century Fox (2019) und Epic Games (2024) – haben das Unternehmen nachhaltig geprägt.

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