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Calbee-produkte in schwarz-weißen verpackungen aufgrund ormuz-blockade

Die japanische Snackmarke Calbee hat gezwungenermaßen eine radikale Lösung gefunden, nachdem die Blockade des Ormuz-Kanals zu einer Unzuverlässigkeit der Rohstofflieferungen geführt hat. Als Folge werden 14 Varianten von Patatenschoten, Kappa Ebisen und Frugral in einfache, farblose und ornamentlose Verpackungen gebracht, die nur noch in schwarz-weiß gehalten sind.

Nafta-mangel bei calbee

Die Ursache für diese Maßnahme liegt in der Knappheit von Nafta, einem Naphtha-Derivat, das als Lösungsmittel zum Herstellen der Tinten für die farbigen Verpackungen dient. Wie CNN berichtet, ist Calbee an Nafta ausgeliefert und hat nun mangels Alternative auf schwarz-weiße Verpackungen zurückgegriffen.

Die Farbvariationen der Verpackungen hatten nämlich eine spezielle Bedeutung, da sie Indikatoren für die Geschmacksintensität und Salzgehalt waren. Die roten Verpackungen wiesen höhere Salz- oder pfeffrige Inhalte auf, während die verschiedenen Gelb-Tönungen für milder schmeckende Varianten standen. Nun fehlen diese Visual-Codes, so dass die Kunden sich auf die Textangaben verlassen müssen.

Wirtschaftliche auswirkungen

Wirtschaftliche auswirkungen

Die Blockade des Ormuz-Kanals durch US-Präsident Donald Trumps antisiranische Politik hat weitreichende Konsequenzen für die Weltwirtschaft. Neben der Energie- und Öl-Absicherung sind auch andere wichtige Rohstoffe wie Chemikalien, landwirtschaftliche Erzeugnisse und Warentransporte betroffen.

Das Ergebnis sind teuresere Preise, Verspätungen bei Lieferungen und ein allgemeiner Versorgungsengpass. Es wird erwartet, dass sich diese Situation binnen kurzer Zeit ändern wird, da das japanische Regierung bereits angekündigt hat, Calbee mit Nafta aus den Staatsreserven zu versorgen.

Die temporäre Umstellung auf schwarz-weiße Verpackungen bei Calbee dürfte daher nur von kurzer Dauer sein und wird sich innerhalb weniger Wochen abzeichnen, wenn die Versorgung normalisiert wird.