Apple-Akt stürzt sich in einem 16 Monate schweren Tief in die Tiefe – Lieferkettenprobleme brechen Wachstumsvorhersagen

Die Aktien von Apple sind in den vergangenen Tagen um beachtliche 9,5 Prozent eingebrochen und notierten zum Handelsstart am Freitag mit 301,83 US-Dollar. Damit verliert der Technologiekonzern rund 500 Milliarden Dollar an Marktwert – ein deutliches Zeichen der Belastung, die die aktuelle Wirtschaftslage für den Elektronikriesen darstellt.

Lieferengpässe und enttäuschende Prognosen belasten den Kurs

Der Absturz der Aktie ist das größte seit März 2020 und wird vor allem durch die verfehlten Umsatzprognosen für das laufende Quartal getrieben. Ursprünglich hatte Apple ein Wachstum von 9 bis 11 Prozent für das vierte Geschäftsjahr erwartet, das am 30. September endet. Die Analysten hatten jedoch mit über 12 Prozent mehr Wachstum gerechnet – ein Wert, der nun in weite Ferne gerückt ist.

Die Gründe für die Enttäuschung liegen vor allem in den anhaltenden Problemen in der Lieferkette. Ein Mangel an wichtigen Komponenten, insbesondere Prozessoren, sowie steigende Kosten für Speicherchips belasten die Produktionskapazitäten von Apple erheblich. Um den Preisdruck zu kompensieren, mussten bereits im vergangenen Monat die Preise für Mac- und iPad-Geräte erhöht werden. Tim Cook, der CEO von Apple, bestätigte in einer Telefonkonferenz, dass die Engpässe sich auch auf weitere Produkte wie Macs und iPhones im aktuellen Quartal auswirken würden.

Rohstoffpreise und regulatorische Hürden bremsen das Wachstum

Rohstoffpreise und regulatorische Hürden bremsen das Wachstum

Neben den Lieferkettenproblemen spielen auch externe Faktoren eine Rolle. Steigende Rohstoffpreise und regulatorische Änderungen, insbesondere im Bereich der App Store-Gebühren in der Europäischen Union, belasten das Wachstum von Apple. Die neuen Regeln erlauben Entwicklern, Abonnements direkt an ihre Kunden zu verkaufen, was Apple eine hohe Provision einbringt. Auch die Einnahmen aus Videospielen enttäuschten die Erwartungen.

Die Umsätze in China fielen ebenfalls hinter den Prognosen zurück, ebenso wie die Entwicklung im Dienstleistungsbereich. Der iPhone 17, der voraussichtlich im Herbst auf den Markt kommen soll, scheint jedoch weiterhin eine hohe Nachfrage zu generieren, mit einem Anstieg der iPhone-Verkäufe um 22 Prozent im letzten Quartal.

Neuer CEO und Zukunftsperspektiven

Neuer CEO und Zukunftsperspektiven

Tim Cook, der seit 2011 das Unternehmen leitet, wird im September durch John Ternus, den Leiter des Hardware-Bereichs, abgelöst. Apple bereitet sich bereits auf neue Produkte wie den ersten faltbaren iPhone, Smartwatches und andere Wearables vor. Ternus steht vor der Herausforderung, Apple in die Ära der Künstlichen Intelligenz zu führen, wobei die Konkurrenz in der Silizium-Valley-Region bereits führend ist. Der Fokus liegt dabei auf der Weiterentwicklung der Produktpalette und der Bewältigung regulatorischer Risiken.