Starcloud und Nvidia bauen Datenzentren für künstliche Intelligenz im Weltraum

Starcloud und nvidia kooperieren

Die US-amerikanische Startup Starcloud hat sich mit Nvidia zusammengetan, um ein ambitioniertes und wichtiges Projekt zu verwirklichen: die Konstruktion von Datenzentren für künstliche Intelligenz im Weltraum, außerhalb der Erdatmosphäre.

Falcon 9 von spacex

Falcon 9 von spacex

Im November wird der SpaceX-Rakete Falcon 9 das Starcloud-1-Satelliten in die Umlaufbahn bringen, der Dutzende von Nvidia-GPUs H100 enthält. Diese Chips für künstliche Intelligenz benötigen keine Erdenergie oder -wasser.

Probleme und herausforderungen

Um dieses Projekt zu realisieren, muss Starcloud einige komplexe Probleme überwinden. Ein Beispiel ist das OpenAI-Zentrum in Abu Dhabi, das zehnmal größer ist als Monaco und so viel Energie verbraucht wie fünf Kernkraftwerke.

Vorteile und nachteile

Der Starcloud-1-Satellit ist so klein wie ein kleiner Schrank und wiegt 59 Kilogramm. Er enthält Dutzende von H100-Chips von Nvidia. Laut Jensen Huang, dem CEO von Nvidia, ist dieser kleine Satellit 100 Mal leistungsfähiger als jede andere Raumsonde.

Prototyp und ziele

Es handelt sich um einen Prototyp, der die Kommunikation und Datenverarbeitung von künstlicher Intelligenz im Weltraum sowie die Übertragung zur Erde testet. Das Ziel ist, dass Dutzende dieser Satelliten eine Matrix bilden, die von 4 Kilometer langen Solarpaneelen gespeist wird, um ein 5-GW-Datenzentrum zu schaffen.

Energie und temperatur

Ein Vorteil eines Datenzentrums im Weltraum ist, dass die Sonnenenergie ausreicht, um es zu betreiben, da die Sonne nicht von der Erdatmosphäre oder Wolken behindert wird. Die Satelliten können 24 Stunden am Tag konstante und starke Sonnenenergie empfangen, genug, um das Datenzentrum mit den IA-Chips zu versorgen. Im Vakuum des Weltraums ist die Temperatur so niedrig, dass keine Kühlung mit Wasser erforderlich ist.

Kosten und risiken

Die Kosten für den Start der Satelliten in die Umlaufbahn sind extrem hoch. Starcloud argumentiert jedoch, dass sich diese Kosten durch den Energie- und Wassersparen ausgleichen. Es gibt auch die Herausforderung der Latenz bei der Datenübertragung zwischen Erde und Datenzentrum sowie hohe Risiken wie Sonnenstürme oder Weltraummüll, der die Solarpaneele beschädigen könnte.

Zukunftsperspektiven

Es ist keine einfache Aufgabe, aber es lohnt sich, es zu versuchen. Datenzentren im Weltraum könnten die immense Energie- und Wassernachfrage der Erde erheblich entlasten. "In 10 Jahren werden alle Datenzentren im Weltraum gebaut", sagt Philip Johnston, CEO und Gründer von Starcloud.